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Save the Date: ARCHÄOLOGISCHE WELTERBESTÄTTEN – GRENZÜBERSCHREITEND KONSERVIEREN, KOMMUNIZIEREN, KOOPERIEREN (Leipzig, 5.-6.11.2020)

Anlässlich der halbjährigen Präsidentschaft der Bundesrepublik im Rat der Europäischen Union (Juli – Dezember 2020) thematisiert die geplante Konferenz archäologische Welterbestätten in Europa, deren Schutz und Erhaltung nur gemeinsam von den europäischen Staaten und ihren Nachbarn gewährleistet werden können.
Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland sind gegenwärtig 46 UNESCO-Welterbestätten verzeichnet, darunter 43 Stätten des Weltkulturerbes und drei Naturerbestätten. Acht dieser Welterbestätten sind grenzüberschreitend und transnational angelegt. Kaum ein anderer Unterzeichnerstaat der UNESCO-Welterbekonvention verfügt über einen vergleichbar hohen Anteil von multinationalen oder grenzüberschreitenden Welterbstätten wie die Bundesrepublik. Insbesondere unter den im letzten Jahrzehnt in die UNESCO-Liste eingetragenen Kulturerbestätten der Bundesrepublik befinden sich einige archäologische Welterbestätten, die das Welterbeprofil der Bundesrepublik neu akzentuieren, wie der Limes (2005), die Pfahlbauten im Alpenraum (2011), die Höhlen und Kunst der Eiszeit auf der Schwäbischen Alb (2017) oder der Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk (2018).
 
Das weltweite archäologische Erbe unterliegt ständigen Bedrohungen vielfältiger Art, etwa durch Klimawandel und Naturkatastrophen, Krieg und Bürgerkrieg, aber auch durch Infrastrukturprojekte und Zersiedelung sowie durch eine zunehmende Touristifizierung archäologischer Stätten und Räume. Der nachhaltige Schutz des kulturellen Erbes ist jedoch nur durch internationale Zusammenarbeit von Fachleuten und Fachinstitutionen möglich. Daher gilt es, auch auf europäischer Ebene Schwachstellen in der Organisation und Durchführung internationaler und interregionaler Kooperation auszuloten und Möglichkeiten zur Verbesserung in der Praxis zu diskutieren.
 
Das geplante Konferenzprogramm setzt aus den folgenden Sektionen zusammen:  
  • Eröffnung
  • Strategien zu Erfassung und Erhalt von tatsächlichem und potentiellem archäologischem Welterbe
  • Vernetzungen, Visionen, Kooperationen – Möglichkeiten des fachlichen internationalen Austauschs bei Problemen im archäologischen Welterbe (Podiumsdiskussion)
  • Bewahrung und Vermittlung: Schutz und Management archäologischer Welterbestätten
  • Bedrohte Integrität: Archäologisches Welterbe in Gefahr
  • Zu Tode geliebt – Bedrohte Authentizität zwischen Over-Tourism, Bewahrung und Rekonstruktion
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Mitveranstalter: Deutsches Archäologisches Institut, Deutscher Verband der Archäologen
Kooperationspartner: ICAHM, Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland
 
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Weitere Informationen folgen demnächst.
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