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Aktuelles Shared Built Heritage

Aktuelles Shared Built Heritage

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Vorstellung der Arbeitsgruppe für das gemeinsame bauliche Kulturerbe

Die Beschäftigung mit dem Umgang mit einem baulichen Kulturerbe, das einst von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Ethnien, Religion und Weltanschauung geschaffen wurde, ist faszinierend und für viele ICOMOS Mitglieder (z.Zt. ca. 60. internationale Mitglieder in 26 Ländern) in den vergangenen 30 Jahren weltweit ein spannendes Betätigungsfeld geworden, das sowohl das private als auch das professionelle Leben kolossal bereichert. Die Arbeit ist im wahrsten Sinne des Wortes völkerverbindend und fördert ein gegenseitiges Verständnis, was gegenwärtig besonders von Nöten ist.
Das Label „SHARED BUILT HERITAGE“ fügt dem Denkmalwert ein weiteres Kriterium hinzu und integriert gewissermaßen das Kulturdenkmal in die internationale fachliche Aufmerksamkeit mit den damit verbundenen Folgen für seine Erhaltung und Pflege. Die Definition von SHARED BUILT HERITAGE ist im Fluss und Gegenstand ständiger Diskussion innerhalb der Gruppe und bringt immer wieder neue Facetten hinzu.
Was tun wir, bzw. was haben wir die letzten Jahre getan?
Wir organisieren und veranstalten mit Partnern (nationalen und anderen wissenschaftlichen Komitees von ICOMOS, Universitäten, Verwaltungen, NGOs, UNESCO) Konferenzen, Symposien, Workshops, Meetings und Studienreisen. Wir verfertigen Dokumentationen, pflegen und bearbeiten eine Website, bewerten Weltkulturerbeanträge für die UNESCO, betreiben Projektentwicklungen für den Umgang mit SBH und vieles mehr.
Das Komitee war seit 1999 in mehr als 25 Ländern weltweit aktiv. Die deutsche Arbeitsgruppe, bestehend z.Zt aus sieben Mitgliedern, legt den Fokus auf den Umgang mit gemeinsamem gebauten Kulturerbe, das in irgendeiner Weise mit Deutschland bzw. der deutschen Geschichte verbunden ist und im Rahmen von Kolonisation, Grenzverschiebungen, Migration und Immigration, Mission, Religionsflucht etc. entstand. Kontakte gab es zu und Aktivitäten fanden statt in Namibia, Kamerun, Samoa, Papua New Guinea, Qingdao (China), Japan, Brasilien, Chile, Australien, Frankreich, Polen und Russland (vorm. Ostpreußen).
Konkret stehen Diskussionen an, die sich mit den Auswirkungen deutscher Kolonialgeschichte auf die Baukultur beschäftigen, was z.B. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt in eine Ausstellung mit Symposium oder Workshop, eine Studienreise o.ä. münden könnte; außerdem die Beteiligung an einer Studienreise incl. Symposien in Thailand zum SBH (November 2022), wobei wir den Umgang mit den Bauten deutscher Architekten, Planer und Ingenieure diskutieren wollen. Beabsichtigt ist auch, sich im Zusammenhang mit der General Assembly 2023 in Sydney/Australien mit dem SBH mit deutschem Bezug zu beschäftigen und eine Studienreise z.B. in das Barossa Valley, das Zentrum des australischen Weinanbaus, das maßgeblich von deutschen Winzern geschaffen wurde, zu organisieren.

Hierzu brauchen wir Sie/Dich mit Ihrer/Deiner Kenntnis, Neugier und Engagement – die Arbeitsgruppe Shared Built Heritage freut sich über neue und interessierte Mitglieder, die neue Impulse setzen und eigene Ideen in die Gestaltung der Arbeitsgruppe mitbringen.
 
Dr. Siegfried Enders
(ICOMOS ISCSBH Präsident 2009-2020)
August 2022  
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