Unterwasserkulturerbe und Unterwasserarchäologie

In Zusammenarbeit mit der DEGUWA (Deutsche Gesellschaft für Unterwasserarchäologie) wurde die Arbeitsgruppe „Unterwasserkulturerbe und Unterwasserarchäologie“ gegründet.  
 
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den Schutz des Unterwasserkulturerbes auf nationaler und internationaler Ebene voranzubringen und bei ICUCH, dem internationalen Komitee für den Schutz des Unterwasserkulturerbes, mitzuwirken. Außerdem sollen die Entwicklung von Maßnahmen gegen Raub und Zerstörung unterstützt und Konzepte zur Rückführung von Unterwasserkulturgut aus Privatbesitz entwickelt werden.
Einen Schwerpunkt dabei nimmt die Öffentlichkeitsarbeit und Public Science ein. Öffentlichkeitswirksame Kampagnen auf Facebook und Instagram bieten wegen ihrer weiten Nutzererreichbarkeit eine gute Ausgangsbasis und sollen das öffentliche Interesse gewinnen. Das fachlich interessierte Publikum wird über Beiträge in einschlägigen Fachzeitschriften und fachspezifischen Printmedien erreicht werden. Ergänzend hinzu kommen öffentliche Veranstaltungen, Tagungen und Vorträge. Auch hier kann im Voraus mittels einer Kampagne über Social Media das öffentliche Interesse gewonnen werden.
 
Das Diskussionspapier der Leopoldina „Spuren unter Wasser“ gibt einen hervorragenden Überblick zum Unterwasserkulturgut und seinem Schutz in den deutschen Küstenmeeren und der ausschließlichen Wirtschaftszone. Dieser Situationsbericht wird ergänzt durch den Leitfaden für Baumaßnahmen im Küstenmeer herausgegeben von den archäologischen Fachbehörden der drei norddeutschen Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dieser Leitfaden wäre ebenso für die AWZ anwendbar. Beides sind Empfehlungen an die Bundesregierung zum Handeln. Der politische Wille der Bundesregierung zu einer baldigen Ratifizierung der UNESCO Konvention 2001 ist nicht erkennbar. Deshalb scheint uns ein zivilgesellschaftliches Engagement umso gebotener. Man muss nicht hauptberuflicher Denkmalschützer sein oder seinen Lebensunterhalt auf diesem Sektor verdienen, um sich für den Kulturgüterschutz stark zu machen oder einsetzen zu dürfen.
 
Für eine möglichst wirksam reiche, vielversprechende und effektive Arbeit ist es ausdrücklicher Wunsch, dass in der Gruppe eine rege Beteiligung und Zusammenarbeit mit den Mitgliedern von ICOMOS und der DEGUWA besteht. Nur so kann das zivilgesellschaftliche Engagement zum Schutz das Unterwasserkulturerbes gestärkt werden. Interessierte und Motivierte, die sich für den Schutz des Unterwasserkulturgutes einsetzen möchten, sind herzlich gebeten, sich zu melden.
 
Ansprechpartnerinnen für diese Arbeitsgruppe sind:
Luisa Goldammer
Katrin Vill
E-Mail: Unterwasser-ICOMOS@gmx.de

 
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